Stigmata


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Inhalt

Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt.
Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen.
Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet.
Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses.
Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …

 


Kapitel 1

Es ist so still hier.

Leseprobe

Die Blätter der gewaltigen Buchen hängen schlapp an den Bäumen, weder zwitschert ein Vogel, noch summt auch nur eine einzige Mücke in der Hitze. Nur mein unnatürlich lautes Keuchen ist zu hören, während ich so schnell wie möglich über den mit Steinen und Wurzeln durchsetzten Waldboden bergaufwärts laufe. Kein Schmetterling ist zu sehen, keine Blume, nicht mal ein Käfer, nur Erde.

Ich hasse Sport und ich hasse die Berge. Aber am meisten hasse ich mich selbst und das, was passiert ist, und genau deshalb muss ich das hier tun. Hoch, immer weiter hoch, bis hinauf zum Jagdschloss, wo ich hoffentlich Antworten finden werde. Ständig habe ich das Gefühl, jemand würde mir folgen, aber jedes Mal, wenn ich mich umdrehe, ist da niemand und jetzt, als ich aus dem Wald hinaustrete und auf ein steiniges Geröllfeld sehe, gibt es auch nichts, wohinter man sich verbergen könnte. Hirngespinste also, nichts als Einbildungen, und vor denen muss ich mich hüten, wenn ich wirklich etwas herausfinden will.

Ich beiße die Zähne zusammen, ignoriere den Rucksack, der mit jedem Kilometer schwerer auf meinem schweißnassen Rücken lastet, ich ignoriere die Blasen, die sich an meinen Füßen gebildet haben, und ganz sicher ignoriere ich den inneren Schweinehund, der mich ständig in Versuchung führen will, auszuruhen, in das dunkle Tal hinunterzustarren und loszuheulen. Ich habe genug geweint, nun muss ich wissen, was hier gespielt wird.

Stunde um Stunde kämpfe ich mich bergauf und dann wieder bergab durch eine Schlucht hindurch und von Neuem hoch zu meinem Ziel. Nur selten bietet ein Waldstück Schatten, meist laufe ich durch Geröllwüsten, bis ich endlich den Gipfel vor mir sehe. Der Weg mündet in einem schmalen Felsengrat, der von Überhängen und Steinbrocken gesäumt ist.

Zu meiner Rechten geht es steil bergab. Die Sonne steht schon tief und bringt die graublauen Adern in den Felsen zum Leuchten. Ich bleibe für einen Moment stehen, um kurz durchzuatmen. In diesem Moment sehe ich das erste lebendige Wesen, seit ich vom Tal aufgebrochen bin. Ein Adler kreist über dem Abgrund und setzt zu einem Sturzflug an. Gleich darauf kracht es plötzlich über mir. Ich springe instinktiv nach links und kann mich gerade noch vor den Steinen in Sicherheit bringen, die von der Felskante über mir herunterprasseln.

Fassungslos beobachte ich, wie einige der dicken Brocken tief ins Tal hinabstürzen. Mein Herz rast.

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Blogtour_Banner

»Stigmata« ist auf Blogtour gegangen. Vielen Dank an alle teilnehmenden Blogs für die tollen Beiträge!

 

Hier findet ihr spannende Infos rund um das Buch, die Autorin und den Fotografen, Anekdoten zur Entstehung des Buches und der Bilder, Interviews und tolle Bilder.

 

“Sind wir nicht alle ein bisschen Rawr” stellt die Protagonisten vor:
http://rawrpunx.blogspot.co.at/2014/07/blogtour-stigmata-blog-tour.html

 

Beim Papierkrümel gibt es eine super-interessante BLITZUMFRAGE zu lesen.

 

Nico Wallmann erzählt Beatrix Gurians Foto-Geschichte zu dem Motiv »Puppe auf Brunnenrand«:
Puppe_c_ErolGurian
»Es war gar nicht so leicht den richtigen Brunnen zu finden, zum einen wollten wir von oben auf den Brunnen fotografieren, zum anderen sollte es ein Brunnen sein, ohne sterbende Schwäne, ohne schaumgeborene Venusmuscheln oder goldene Engel, ein Brunnen mit geometrischen Formen, aber auf keinen Fall zu modern. Er sollte so aussehen, als würde er seit Jahrhunderten dort stehen.

Als wir den richtigen dann endlich gefunden hatten und hingefahren waren, das Licht aufgebaut und die Situation eingerichtet hatten, begann es prompt zu regnen und wir wollten das Shooting abbrechen. Erol hat dann aber trotzdem ein paar Bilder fotografiert bis es schließlich aus Eimern geschüttet hat und wir definitiv abbrechen mussten.
Als wir dann die Bilder betrachteten hat sich herausgestellt, dass diese feinen Regentropfen (man sieht sie am besten im Trailer) absolut perfekt in das Setting gepasst haben, ja man hätte es gar nicht besser planen können. Der Regen war also ein Geschenk für uns!«

 

Lilstar hat ein Interview mit Beatrix Gurian geführt (»Manchmal inspiriert mich ein altes Gemälde oder etwas, das ich auf dem Flohmarkt finde, (…) Satzfetzen, die ich beim Busfahren höre, Zeitungsartikel, Ausstellungen, Filme und Bücher, oder es passiert etwas in meinem Bekanntenkreis, das mich sehr beschäftigt (…). AutorInnen sind wie Schwämme, die ihre gesamte Umgebung aufsaugen …«) und das Buchdesign näher beleuchtet.

 

Katja interviewt den Fotografen Erol Gurian
»Nein, ich lese nie die Bücher meiner Frau. ›lacht‹«
http://katja-welt-book.blogspot.de/2014/07/blogtour-stigmata-interview-mit-erol.html#more

 

Das Bücherchaos schreibt: “Das ist dieses tolle Buch von Beatrix Gurian mit Fotos von Erol Gurian. Das Buch, das mich wirklich gefesselt hat und für das ich keine Rezensionsworte habe.”
Deshalb lässt es (das Bücherchaos) Zitate und die Protagonistin sprechen.

 

Und readandbeyourself hat »Stigmata« an gruseligen Orten fotografiert.